Die Reduzierung des Folienverbrauchs steht bei vielen Herstellern ganz oben auf der Agenda. Weniger Material bedeutet geringere Verpackungskosten, einen geringeren Rohstoffverbrauch und eine geringere Umweltbelastung. Dennoch besteht oft die Sorge, dass dünnere Folie zu einem verminderten Produktschutz, Qualitätsproblemen oder zusätzlichen Ausfallzeiten auf der Verpackungslinie führt.
In der Praxis muss das nicht der Fall sein. Mit dem richtigen Ansatz kann der Folienverbrauch erheblich reduziert werden, ohne Kompromisse beim Produktschutz, der Verarbeitbarkeit oder der Leistung einzugehen.
1. Blicken Sie über die bloße Foliendicke hinaus
Bei der Materialreduzierung wird oft direkt auf eine geringere Dicke geschaut. Obwohl die Dickenreduzierung eine effektive Strategie sein kann, bestimmt die gesamte Folienstruktur letztlich die Leistung der Verpackung.
Eigenschaften wie:
- Zugfestigkeit
- Regenverhalten
- Durchgangswiderstand
- Dichtungsleistung
- Steifheit
sind mindestens so wichtig wie die Dicke selbst.
Moderne Rohstoffe und optimierte Rezepturen ermöglichen es, bei geringerem Materialeinsatz dieselbe Leistung zu erzielen. Dadurch kann in vielen Anwendungen eine Dickenreduzierung ohne Verlust der Funktionalität realisiert werden.
Analysieren Sie, wo die Verpackung tatsächlich beansprucht wird.
Nicht jede Verpackung wird auf dieselbe Weise belastet.
Eine Verpackung kann ausgesetzt sein:
- Scharfe Produkte
- Hoher Stapeldruck
- Transportsteuer
- Niedrige Temperaturen
- Hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten
Bevor Folie reduziert wird, ist es wichtig zu verstehen, wo die größten Risiken liegen. Oft stellt sich heraus, dass bestimmte Eigenschaften wichtiger sind als eine höhere Folienstärke.
Eine gezielte Analyse verhindert, dass unnötige Sicherheitsmargen eingehalten werden.
3. Test Materialreduzierung immer an der Verpackungslinie
Eine Verpackung kann auf dem Papier hervorragende Eigenschaften aufweisen, sich in der Praxis jedoch anders verhalten.
Deshalb sind Tests unter Produktionsbedingungen unerlässlich.
Wichtige Punkte, die es zu beachten gilt, sind:
- Dichtungsfestigkeit
- Verarbeitbarkeit
- Folienspannung
- Schneidleistung
- Produktschutz
- Ausgabe der Zeile
Durch die Durchführung von Praxistests können mögliche Engpässe frühzeitig festgestellt werden, bevor eine neue Folie vollständig implementiert wird.
4. Verhindern Sie, dass niedrigere Materialkosten zu höheren Prozesskosten führen
Die günstigste Folie pro Kilo ist nicht immer die wirtschaftlichste Lösung.
Wenn eine dünnere Folie dazu führt, dass:
- Mehr Stillstand
- Mehr Abscheu
- Geringere Liniengeschwindigkeiten
- Mehr Produktschäden
können die Gesamtkosten sogar steigen.
Deshalb ist es wichtig, nicht ausschließlich auf den Folienpreis pro Kilogramm zu schauen, sondern auf die Gesamtauswirkungen auf den Verpackungsprozess: die Total Cost of Ownership (TCO).
Eine erfolgreiche Materialreduzierung senkt sowohl den Materialverbrauch als auch die Betriebskosten.
5. Optimieren Sie Maschine und Folie als ein System
Folie und Verpackungsmaschine funktionieren nicht unabhängig voneinander. Wenn der Folienverbrauch reduziert wird, kann es erforderlich sein, bestimmte Einstellungen erneut zu optimieren, wie zum Beispiel:
- Dichtungstemperaturen
- Versiegelungszeiten
- Folienspannung
- Transport-Einstellungen
- Schnittparameter
Durch die Anpassung der Maschineneinstellungen auf die neue Folie bleiben die Leistungen erhalten und die Verpackungslinie kann stabil weiterlaufen.
Genau diese Kombination aus Folienoptimierung und Maschineneinstellung bestimmt oft den Erfolg eines Dickenreduzierungsprojekts.
Verringern Sie nicht nur die Dicke, sondern auch das Format
Neben der Dickenreduzierung bietet die Formatreduzierung oft zusätzliche Möglichkeiten, den Materialverbrauch zu verringern.
Denken Sie zum Beispiel an:
- Kürzere Beutellängen
- Kleinere Überlappungszonen
- Weniger überschüssige Folie
- Bessere Abstimmung auf Produktabmessungen
Durch die genauere Abstimmung der Verpackungen auf das Produkt kann der gesamte Folienverbrauch beispielsweise FFS-Film, werden außerdem ohne Einfluss auf den Schutz des Produkts verringert.
Häufig gestellte Fragen zur Reduzierung der Folienverwendung
Wie viel Folie kann im Durchschnitt eingespart werden?
Das hängt von der jeweiligen Anwendung ab. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass in vielen Fällen eine Reduzierung von 5 bis 30% möglich ist, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Maschinenleistung oder die Barriereeigenschaften hat.
Führen dünnere Folien immer zu schlechteren Barriereeigenschaften?
Nein. Barriereeigenschaften werden nicht ausschließlich durch die Foliendicke bestimmt. Auch der Materielaufbau, die Rezeptur und eventuelle Barriereschichten spielen eine wichtige Rolle. In vielen Anwendungen können Folien optimiert oder reduziert werden, ohne dass dies auf Kosten von Eigenschaften wie Feuchtigkeitsbarriere, Sauerstoffbarriere oder Aromarückhaltung geht. Allerdings ist es wichtig, dies vorab unter Praxisbedingungen zu validieren.
Wie viel Erfahrung hat Kivo mit der Reduzierung des Folienverbrauchs?
KIVO hat bereits jahrzehntelange Erfahrung mit der Optimierung von Folienverpackungen. In diesem Zeitraum haben wir hunderte Kunden dabei geholfen, den Materialverbrauch zu senken, die Verpackungskosten zu reduzieren und die Maschinenleistungen stabil zu halten und in vielen Fällen sogar zu verbessern.
Dazu arbeiten wir eng mit Maschinenherstellern wie GEA, Syntegon, PATTYN und anderen renommierten Maschinenbauern zusammen. Durch die gemeinsame Beurteilung von Folie, Maschineneinstellungen und Anwendung können wir gezielt beraten, wo Einsparungen ohne unnötiges Risiko für Produktschutz, Barriereeigenschaften oder Maschinenstillstand möglich sind.
Die Reduzierung des Folienverbrauchs muss nicht auf Kosten des Produktschutzes, der Barriereeigenschaften oder der Maschinenleistung gehen. Der Schlüssel liegt in einer sorgfältigen Abstimmung zwischen Folie, Anwendung und Verpackungslinie.
Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Folienoptimierung hat KIVO bereits Hunderte von Kunden dabei geholfen, den Materialeinsatz zu reduzieren, die Verpackungskosten zu senken und die Verarbeitbarkeit stabil zu halten. Durch die Kombination unseres Wissens über Folienstrukturen mit praktischer Erfahrung an Verpackungslinien und der Zusammenarbeit mit renommierten Maschinenbauern wie GEA, Syntegon, PATTYN und anderen Maschinenherstellern können wir gezielt ermitteln, wo Einsparungen möglich sind.
Erfolgreiche Materialreduzierung dreht sich also nicht darum, einfach dünnere Folie zu verwenden, sondern um die richtige Balance zwischen Nachhaltigkeit, Funktionalität, Barriereeigenschaften und Prozessstabilität.
Neugierig, wie viel Material bei Ihrer Verpackungsanwendung eingespart werden kann? Kontakt aufnehmen mit einem unserer Spezialisten für eine Analyse Ihrer aktuellen Verpackung und Verpackungslinie.